Fahzeugpflege

Sie befinden sich hier:  Fahrzeugpflege

 Tipps zur Fahrzeugpflege

Ich putze in der Regel mit der Hand, sprich Wassereimer, Schwamm, Lappen Autoschampoo und viel Wasser per Schlauch zum abspülen.

Nur in sehr seltenen Fällen (im Winter) nutze ich mal den Dampfstrahler in einer Waschbox, benutze dann aber zusätzlich einen Schwamm für die unzugänglichen Stellen. Dies aber nur für ein schnelles Ergebnis.
Ich bevorzuge die gründliche Handwäsche sowohl bei der SW als auch beim Auto. Wenn man vernünftig mit dem Hochdruckreiniger umgeht, ihn sinnvoll einsetzt und mit Bedacht am Fahrzeug arbeitet, ist es eher ein sinnvolles Hilfsmittel.

Wenn man ihn natürlich im geringsten Abstand volle Kanne auf Lack, Gummi (Reifen) oder auch auf die Lager hält, ist dies sicher nicht sinnvoll und kann durchaus Schäden verursachen.
     Hier mal eine Zusammenfassung, worauf man regelmässig achten sollte: 

Jedes Jahr im März / April, wenn die Saison der Zweiradfahrer bei den Zweirad - und Zubehörhändlern durch die verschiedensten Aktionen eingeleitet wird, holen die meisten Biker ihr geliebtes Gefährt aus dm Winterquartier.

Doch bevor es losgehen kann, sollte man sich die Zeit nehmen und einige Dinge überprüfen, sonst kann es passieren, dass man eine böse Überraschung erlebt.

Es sind nur wenige Handgriffe notwendig, die hat man schnell erledigt und man ist sicherer unterwegs.

_________________________________________


Schlösser:


Lenk- und Zündschloss, sowie Sitzbank- und evtl. Kofferschlösser werden mit der Zeit immer schwergängiger. Dem kann man mit etwas Graphitöl oder MoS2-Spray abhelfen. In hartnäckigen Fällen hilft meist nur noch zerlegen und reinigen. 


Seilzüge:


Eine sinnvolle Schmierung der Seilzüge ist nur bei ausgehängten Zügen möglich. Alles andere kann man sich gleich sparen.


Zündkerze:


Einfach mal ausschrauben und überprüfen, ob die Elektroden abgebrannt, verkokt oder verstellt sind. Reinigen oder direkt eine neue Kerze einschrauben hilft eine Menge Sprit sparen.


Reifencheck:


Ist noch genug Profiltiefe vorhanden? Der Gesetzgeber schreibt eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm vor, was bei Nässe allerdings schon zu wenig sein kann.
Weist der Reifen Risse auf oder hat er andere Beschädigungen, sollte man sich von dem alten Reifen trennen und einen neuen Pneu verwenden.
Auch der richtige Reifenfülldruck ist eine wichtige Sache und sollte regelmässig überprüft werden, da man dadurch ebenfalls Sprit sparen kann und bei richtigem Druck auch das Fahrverhalten des Fahrzeugs positiv beeinflussen kann.
Wichtig: Immer nur am kalten Reifen messen. Zuviel Druck ist weniger schädlich als zu wenig.


Ölkontrolle:


Beim Zweitakter braucht man meist nur nachfüllen. Beim Viertakter empfielt sich ein kompletter Ölwechsel. Gerade jetzt im Frühjahr kann man viel Geld dabei sparen, wenn man die Angebote der Zubehörhändler nutzt und sich den Jahresbedarf besorgt.

Schliesslich ist ein 4-5 Liter Kanister im Verhältnis immer billiger als ein halber Liter an der Tanke.


Bremsbeläge:

Bei der vorderen Scheibenbremse kann man meist die Stärke der Beläge mit einer Taschenlampe sehen. Bei der hinteren Trommelbremse gibt einem meist der Bremsgestängeweg Aufschluss über den Verschleissgrad. Im Zweifelsfall eine Werkstatt fragen, oder direkt neue Beläge einbauen lassen.

Batterie:


Ist der Akku leer, muss er geladen werden bevor es losgehen kann.
Dies sollte nicht mit einem Autobatterie - Ladegerät geschehen, da diese zu stark sind und die kleinen Akkus auf Dauer eher ruinieren.
Beim Einbau erst den Pluspol, dann den Minuspol anklemmen. Mit Polfett pflegen und den Entlüftungsschlauch nicht vergessen.


Hauptuntersuchung:


Scooter über 50 Kubik müssen alle zwei Jahre zum TÜV.
Einfach mal auf die Plakette schauen.
Abgemeldete Roller und Bikes dürfen ohne HU nicht wieder zugelassen werden.


Hat man diese wenigen Handgriffe erledigt und ist man bereit gewesen einige Zeit in die Wartung und etwas Geld für evtl. Reparaturen anzulegen, steht einer ersten Ausfahrt eigentlich nichts mehr im Wege.


Dazu wünsche ich viel Spass. 

===========================================================================================================

Reifen und Räder

Früher oder später wird ein neuer Reifen fällig. Spätestens dann kann man etwa 10,-- bis 20,-- Euro für die Montage sparen, in dem man nur das Rad und nicht das ganze Fahrzeug zum Wechseln bringt.

Zunächst löst man die Schraube auf der linken Seite, evtl mit einem Schraubenschlüssel auf der anderen Seite gegenhalten.

Jetzt zieht man die Steckachse heraus. Beim Wiedereinbau darauf achten, das der Tachoantrieb richtig in den Halteösen und das Distanzstück auf der linken Seite richtig sitzt.
Etwas Schmierfett auf der Achse dünn auftragen, dann ist sie vor Rost geschützt und läuft leichter.





___________________________________________



Der Radwechsel beim Hinterrad ist etwas aufwändiger und häufiger nötig, da dort meistens eine Trommelbremse zum Einsatz kommt.
Bevor man an das Rad heran kommt, muss meist erst mal der Auspuff weg.
Ist dies geschehen, sollte man beim Lösen der Achsmutter mit einer Ratsche möglichst die Hinterradbremse von einer zweiten Person festhalten lassen. Hat man das Rad entfernt, kann man sich der Hinterradbremse widmen.

Zunächst entfernt man mit einem sauberen, fettfreien Tuch den Bremsstaub aus der Trommel, und reinigt diese dann mit einem Bremsenreiniger - Spray. Auf keinen Fall MoS2 oder andere Sprays benutzen, denn diese würden einen Fettfilm auf Trommel und Bremsbeläge hinterlassen - die Bremswirkung wäre gleich Null.

Bremsbeläge ausbauen, auf Verschleiss überprüfen und gegebenenfalls durch neue ersetzen.
Vor dem Einbau noch die Bremsnocken schmieren, die Kanten der Bremsbeläge auf mittelkörnigem Sandpapier anrauhen (verhindert Quietschen), und alles wieder einbauen.
Zu guter Letzt muss noch das Bremsseil / -gestänge eingestellt werden, um eine vernünftige Bremswirkung zu erziehlen.

======================================================================================================

Bremsen belegen

Bremsbeläge verschleissen und müssen auch mal gewechselt werden.

Grundsätzlich werden Bremsbeläge immer paarweise gewechselt und das spätestens bei einer Reststärke von 1 - 2 mm. Je nach Qualität und Fahrweise halten Bremsbeläge 3000 - 15.000 km.
Neue Beläge behutsam einbremsen und während den ersten 100 km möglichst keine Vollbremsungen, sonst können sich die Beläge verziehen und liegen dann nicht mehr Plan auf der Scheibe an.

Wer sich jedoch nicht sicher ist, sollte diese Arbeit entweder in der Werkstatt machen lassen, oder mit jemanden zusammen arbeiten, der damit Erfahrung hat.





Meistens muss man die Bremszange ausbauen um an die Sicherungsclips der Haltestangen zu kommen.





Jetz kann man die Haltestangen mit einer Zange herausziehen.





Nun die alten Beläge herausnehmen.





Neue Stopper auf der Rückseite mit Kupferpaste bestreichen, die Bremskolben mit einem stumpfen Werkzeug zurückdrücken, damit die Neuen hinein passen.

Dafür gibt es extra Bremskolbenrücksteller im Zweiradmarkt.






Haltestifte, Sicherungclips und eventuell die Federklammern nicht vergessen.
Nun die ganze Bremszange am Fahrzeug montieren.

Während der ersten Fahrt bei geringer Geschwindigkeit die Bremse vorsichtig betätigen, da sich die Beläge erst an die Scheibe legen müssen.

______________________________________________________

Die richtige Bereifung



Sie ist von entscheidender Bedeutung für gutes Fahrverhalten und Handling des Zweirades
Nicht jedes Zweirad kann und nicht jedes Zweirad darf jeden Reifen fahren.
Da gibt es den einen, dessen Zweiradhersteller hat nur eine Freigabe für bestimmte Marken und Grössen, der andere darf alles versuchen.

Mit Sicherheit hat aber jeder so seine Erfahrungen mit bestimmten Reifen gemacht, sodass man eine bestimmte Marke immer wieder bevorzugt.
Bei mir ist das so ähnlich.
Als ich meinen Honda - Foersight 250 vor Jahren gebraucht gekauft hatte, war er mit einem Michelin Reifen mit normalem Profil ausgestattet.
Anscheinend waren die Reifen schon zu alt oder hatten keinen guten Rollkomfort, denn sie waren bei Nässe absolut ohne Grip und fuhren sich wie Holzräder.
Also mussten neue her.



Da ich durch meine TPH 50 schon verschiedene Reifenmarken kannte, griff ich auf den Heidenau K 58 zurück, da ich mit diesem Reifen die bisher besten Erfahrungen gemacht hatte. Da ich das ganze Jahr hindurch fahre ist mir ein Reifen mit guter Allwetter - Tauglichkeit sehr wichtig, besonders bei Regen.
Und diese Disziplin beherscht der Heidenauer besonders gut . Zugegeben, er ist durch das gröbere Profil etwas lauter, aber wer auch bei Regen viel fährt, dem ist der Grip wichtiger und den hat er.

Dazu kommt noch seine gute Haltbarkeit.
Ich habe meinen Scooter im Oktober 2001 bei ca KM 12.000 komplett mit dem Heidenau bestückt und bin ca. 9500 km damit gefahren. Der vordere Reifen schaffte locker nochmal dieselbe Distanz, nur der hintere Reifen musste bald gewechselt werden, aber die 10 000 schaffte er noch. Auch der nächste Reifen ( Hinterrad ) hat wieder 10.000 Km geschafft.

Auch auf der Silverwing habe ich schon viele Reifenmarken ausprobiert, mommentan fahre ich den Metzeler FeelFree, ein guter Reifen, der auch bei Nässe und Kälte ein gutes Gefühl abgibt

Wer in den Papieren eine Reifenbindung stehen hat, braucht sich keine Sorgen machen. Mittlerweile gibt es von fast jedem Reifenhersteller eine entsprechende Reifenfreigabe für die entsprechenden Fahrzeugmodelle, diese braucht man sich nur auf der Herstellerseite raussuchen, ausdrucken und beim Reifenhändler unterschreiben und stempeln lassen.

Mancher Hersteller schickt diese auch auf Anfrage ausgfüllt zu.


_________________________________________

Ölwechsel

Beim Zweitakter ist ein generreller Ölwechsel nicht erforderlich, da man mit Hilfe der Ölstandskontrolleuchte im Cockpit
(meist ein rotes Lämpchen), stehts rechtzeitig informiert wird, wann man Öl nachfüllen muss.

In der Regel wird dann ca. 0,8 L bis 1,0 L Zweitacktöl nachgefüllt. 

_________________________________________________________________

Beim Viertakter sieht es schon ganz anders aus, da ist eine regelmässige Ölkontrolle lebenswichtig für den Motor.

Einmal die Woche oder aber alle 500 Km sollte man den Ölstand prüfenDies ist wichtig, da normale Scooter kaum mehr als 1,0 bis 1,3 L Motoröl bunkern.

Und so kontrolliert man richtig :

Fahrzeug auf ebener Fläche abstellen und bei kaltem Motor prüfen.

Fällt der Pegel unter MIN - Markierung sollte man schrittweise bis zu MAX - Marke nachfüllen, sonst droht ein Motorschaden. Kippt man über MAX ein, drückt das überschüssige Öl in den Luftfilter und das kostet Leistung und treibt den Verbrauch in die Höhe.

____________________________________________________________________

Und so geht man bei einem Ölwechsel vor:

Man stellt das Fahrzeug auf eine ebene Fläche, legt einen Auffangbehälter unter das Fahrzeug und öffnet die Ölablaß-Schraube. Vorsichtig herausdrehen damit sie nich im Altöl verschwindet. Manche Scooter haben einen seperaten Ölfilter, den sollte man ebenfalls wechseln.

Ist das Öl abgelaufen, reinigt man das Ölsieb, dreht man die Ablass-schraube wieder zu und setzt einen neuen Ölfilter ein.

Ist dies erledigt, füllt man nun Öl mit der richtigen Viskosität ein (siehe Fahrzeughandbuch).
immer wieder den Peilstab abwischen und aufstecken - nicht hineindrehen, sonst erhält man eine falsche Anzeige - das wird solange wiederholt, bis die Anzeige bei MAX steht.

Bei schlecht zugänglichen Einfüllstutzen, einen Trichter evtl. mit Verlängerung verwenden, übergelaufenes Öl mit einem alten Lappen ordentlich abwischen.